Akne bei Erwachsenen

Mit dermatokosmetischem Anzatz gezielt gegen Akne vorgehen

Akne im Erwachsenenalter
Akne ist eine entzündliche Erkrankung des Mikrobioms. Um eine Akne zu behandeln, ist es also essenziell, die Diversität des Mikrobioms zu fördern

Düsseldorf. Akne ist für Betroffene eine große Belastung und kann die Lebensqualität beeinträchtigen. Experten*innen betonen jetzt in einem Workshop im Rahmen der internationalen Pressekonferenz DermLive von La Roche Posay nicht nur, wie wichtig es ist, Akne als entzündliche Erkrankung des Hautmikrobioms zu begreifen und zu behandeln, sondern auch, welche Schlüsselrolle der dermatologischen Kosmetik dabei zukommt.

Bei einer Akne produziert die Haut übermäßig Talg. Dies führt zu einer Veränderung der Hautbarriere. Die daraus resultierende Dysbiose hat einen negativen Einfluss auf das Mikrobiom [1]. Lange galt Cutibacterium acnes (C. acnes) als Hauptakteur der Akne. Heute weiß man, dass C. acnes auch auf gesunder Haut vorkommt und nur bestimmte Stämme von C. acnes für die Entstehung der Hauterkrankung verantwortlich sind [2]. Bei der Dysbiose im Rahmen einer Akne nimmt die Diversität von C. acnes Phylotypen ab [3]. Um eine Akne zu behandeln, gelte es daher, die Diversität des Mikrobioms zu fördern, erklärte Prof. Brigitte Dréno, Frankreich.

Verminderte Lebensqualität bei Anke
Verschiedene Studien haben einen Zusammenhang zwischen Akne und einer verminderten Lebensqualität feststellen können, erklärte die Dermatologin. So treten zum Beispiel verbreitete psychiatrische Krankheiten wie Depressionen, aber auch neurotische Verhaltensweisen bei erwachsenen Akne-Patienten*innen häufiger auf [4]. Außerdem konnte belegt werden, dass der Lebensqualitätsindex CADI der Patienten*innen bei einem erneuten Aufflammen von Aknesymptomen niedriger war. Ein solcher Rückfall kann zu Arbeitsausfällen und Verlust von Produktivität führen [5].

Negativer Einfluss von Antibiotika
Akne wird häufig mit Antibiotika behandelt. Doch deren Einsatz kann in der Aknetherapie auch negative Folgen haben [6]. Zwar beseitigen Antibiotika C. acnes oder hemmen zumindest dessen Ausbreitung, durch die Anwendung von Antibiotika können die C. acnes Bakterien jedoch Resistenzen entwickeln. Zudem begünstigen Antibiotika die Bildung weiterer Resistenzen bei anderen Bakterienstämmen wie Streptococcus- und Staphylococcus-Stämmen, was sich ebenfalls negativ auf das Mikrobiom auswirkt. Deshalb sollte möglichst eine Akne-Therapie ohne Einsatz von Antibiotika angestrebt werden, empfahl Dréno. Stattdessen könne ein dermatokosmetischer Ansatz mit Benzoylperoxid, Präbiotika und antimikrobiellen Peptiden verfolgt werden.

Einen solchen dermatokosmetischem Ansatz verfolgt das Produkt Effaclar Duo (+) von La Roche Posay. Angeles Fonolla-Moreno, Frankreich, Director of Development for Skincare Products bei L’ORÉAL, empfahl dieses Produkt für die Behandlung der Akne. Effaclar Duo (+) könne helfen, Unebenheiten zu reduzieren, das Mikrobiom zu stabilisieren, Entzündungen zu mildern und so die Lebensqualität zu verbessern.

Herausgeber: signum [ pr GmbH, nach Informationen von L’ORÉAL Deutschland GmbH

Literatur:

[1] Lee YB et al. J Clin Med 2019; 8: 987
[2] Dréno B. et al. EMJ Dermatol 2015; 3 (1): 45-50
[3] Dagnelie MA, Dréno B. Exp Dermatol 2019; 28 (8), online, DOI: 10.1111/exd.13988
[4] Gül Aİ, Çölgeçen E. Ann Dermatol 2015; 27(1): 48-52
[5] Dreno B et al. J Eur Acad Dermatol Venereol 2019; 33(5): 937-943
[6] Clark C. Pharm J 2014; 293: 7820/1, online, DOI: 10.1211/PJ.2014.20065860

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