Entzündliche Hauterkrankungen

Individuelle Basistherapie stabilisiert die gestörte Hautbarriere

entzündliche Hauterkrankungen
Bei der Behandlung entzündlicher Hautkrankheiten ist eine individuelle Basistherapie unerlässlich

Düsseldorf. Für die Behandlung entzündlicher Hauterkrankungen wie der atopischen Dermatitis (AD) und der Xerosis spielt die adäquate Basistherapie eine besondere Rolle. Da sich Krankheitsbild und Bedürfnisse bei diesen Hauterkrankungen von Patient zu Patient unterscheiden, sollte die Basistherapie immer auf den jeweiligen Patienten abgestimmt werden. Doch wie sieht eine optimale, individuelle Pflege aus? Darüber sprachen Experten auf einem Fortbildungsseminar von La Roche Posay und CeraVe.

„Es gibt verschiedene Aspekte in der individualisierten Therapie, die es zu beachten gilt“, erklärte Professor Andreas Wollenberg, München. Die Bedürfnisse der Haut des Patienten sollten ermittelt werden, um dementsprechend eine angemessene Therapie auszuwählen. Individuelle Faktoren sind zum Beispiel Alter, Lokalisation, Krankheits- und mikrobieller Zustand des Patienten. Auch die Kommunikation mit dem Patienten spielt eine wichtige Rolle. Nur wenn er sich mit dem Präparat wohlfühlt und aufgeklärt ist, wird er es kontinuierlich anwenden. Sowohl die AD als auch die Xerosis können durch eine gestörte Hautbarriere entstehen. Deshalb ist deren Stabilisierung das oberste Ziel einer Basistherapie.

Wichtige Faktoren bei der Basistherapie

Die Basistherapie von entzündlichen Hauterkrankungen wie der AD und der Xerosis sollte zudem immer entzündungshemmend und hautberuhigend wirken. „Jeder, der eine AD aufweist, benötigt rückfettende und feuchtigkeitsspendende Emollientien als Basistherapie und sollte äußere Reize meiden“, empfahl Wollenberg. In einer Beobachtungsstudie konnte gezeigt werden, dass bereits nach 30 Tagen durch die Anwendung eines Emolliens die Schwere der AD, die Hauttrockenheit, Entzündungen und der Juckreiz verbessert werden können [1]. Bei der AD liegt zudem ein mikrobielles Ungleichgewicht vor. Deshalb sollte die Diversität des Hautmikrobioms erhöht werden. Empfehlenswert sind dafür Präbiotika. Diese können die Symptome der AD mindern, indem sie das Milieu der Haut soweit beeinflussen, dass die mikrobielle Diversität erhöht wird und protektive Keime günstigere Bedingungen vorfinden [2].

Neben der AD gehört die Xerosis zu den häufigsten Hauterkrankungen, die durch eine Barriereschwäche entstehen können. Über 10 Millionen Menschen in Deutschland sind davon betroffen. „Eine Xerosis vermindert die Qualität und/oder Quantität von Lipiden oder hydrophilen Substanzen in der Haut, erklärte Prof. Petra Staubach-Renz, Mainz. „Das hat zur Folge, dass Feuchtigkeits- und Fettgehalt reduziert sind. Die Hauterkrankung kann chronisch oder rezidivierend verlaufen“. Die Basistherapie einer Xerosis dient der Stabilisierung der Haut durch Anti-Trockenheits-Relipidisierung und Hydratisierung. Sie sollte außerdem einen Schutz vor Triggerfaktoren bieten und so den Juckreiz und das Infektionsrisiko vermindern. Das oberste Ziel ist jedoch die Stabilisierung der Hautbarriere. Dafür eignen sich Pflegeprodukte, die eine Kombination aus Hyaluron und Ceramiden enthalten.

Herausgeber: signum [ pr, nach Informationen von L’ORÉAL Deutschland GmbH

Literatur:

[1] Seité S & Moyal D. Poster präsentiert auf dem 26. Kongress der European Academy of Dermatology and Venereology (EADV) 2017 in Genf, Schweiz.
[2] Zeichner J MD et al. J. Drugs Dermatol. 2018;17(6): 657-662.

Bildnachweis©: stock.adobe.com - Ольга Тернавская

 

Zurück