Digitalisierung in der diabetologischen Praxis

Software zur Glukosedaten-Analyse steht für Diabetologen im Vordergrund

Der Digitalisierungs- und Technologiereport informiert über Innovationen in der diabetologischen Praxis

Mainz. Diabetologen stehen der Digitalisierung mehrheitlich aufgeschlossen gegenüber. Das zeigt eine Befragung von über 400 diabetologisch tätigen Ärzten, die im Rahmen des Digitalisierungs- und Technologiereport (D.U.T) auf Initiative des Zukunftsboards Digitalisierung (zd) und der BERLIN-CHEMIE AG durchgeführt wurde. Dennoch bedarf es noch wichtiger Weichenstellungen, um die Potentiale digitaler Innovationen für die Diabetologie besser nutzbar zu machen.

„Die Digitalisierung darf nicht mehr Arbeitszeit verbrauchen, sondern muss diese schonen“, betonen Dr. Hansjörg Mühlen (Duisburg) und Dr. Andreas Lueg (Hameln) [1]. Im aktuellen D.U.T 2019 heben die beiden Diabetologen die wichtigsten Aspekte hervor, die den aktuellen Diskurs um die Digitalisierung in der Arztpraxis bestimmen, und legen den Fokus auf konkrete Ansätze und zu lösende Probleme, die eine effektive Nutzung der ärztlichen Ressourcen vorantreiben können.

So hat die Befragung der Diabetologen etwa ergeben, dass für über 90 Prozent der Diabetologen die Software zur Analyse von Glukosedaten von größter Wichtigkeit ist. Allerdings verwendet nur etwa jeder vierte Patient laut Umfrage eine solche Software [1]. An zweiter Stelle steht die Kompatibilität mit anderen Systemen. Ebenfalls über 90 Prozent der befragten Diabetologen sehen hier Verbesserungsbedarf. So muss häufig viel Zeit für den Zugang zu den Glukosedaten aufgewendet werden, da es verschiedene Systeme gibt, die nicht miteinander kommunizieren können. „Unternehmenseigene Lösungen erschweren die Arbeit in der Praxis erheblich. Für jedes Unternehmen muss eine eigene Software installiert und eingesetzt werden“, beklagen die Autoren [1].

Innovationen erfolgreich implementieren

Damit die Potentiale der Digitalisierung in der Diabetologie Anwendung finden, ist jedoch wichtig, dass durch sie nicht zusätzliche Arbeitszeit aufgewendet werden muss. „Hierzu benötigen wir verbindliche und ressourcenschonende Regelungen zum Umgang mit Daten“, fordern die beiden Diabetologen, „es bedarf vor allem einer Definition der Datenhoheit und eines abgestuften Systems von Datenfreigaben“ [1]. Vieles spreche dafür, das eine web- bzw. cloudbasierte digitale Patientenakte hier Abhilfe schaffen kann.

Die großflächige Implementierung solcher Innovationen müsse in jedem Fall von praktisch tätigen Diabetologen und Diabetes-Fachkräften begleitet werden. Nur so sei sichergestellt, dass technologische Neuerungen den Ansprüchen und Bedürfnissen von Ärzten, aber auch von Patienten, Rechnung getragen werde. Allem voran müsse jedoch die Politik rechtsverbindliche Rahmenbedingungen in Bezug auf Datenschutz und Datenmanagement schaffen, sodass sich das Potential sinnvoller Innovationen entfalten könne, führten die beiden Experten weiter aus.

Einer einheitlichen Software zur Glukosedaten-Erfassung kommt die größte Bedeutung zu.

Digitalisierungsprozess vorantreiben

Den vollständigen Artikel zur Digitalisierung in der Arztpraxis finden Sie im Digitalisierungs- und Technologiereport 2019. Der D.U.T erscheint jährlich und bildet mit einer Kombination aus Umfrageergebnissen und Fachbeiträgen die wichtigen Trends in der Diabetologie ab.

Der D.U.T ist eine Publikation des Zukunftsboards Digitalisierung (zd), unterstützt von der BERLIN-CHEMIE AG. Das Unternehmen will zusammen mit führenden Experten den Digitalisierungsprozess in der Diabetologie aktiv vorantreiben. Ein weiteres Projekt des zd ist der bytes4diabetes-Award, der 2020 zum ersten Mal verliehen wird (Bewerbungsfrist bis 31. Juli 2019, Informationen unter www.bytes4diabetes.de).

Der Diabetes- und Technologiereport ist erhältlich über das Unternehmen BERLIN-CHEMIE AG, über www.kirchheim-shop.de und in digitaler Form auf www.dut-report.de/digitalisierungsreport.

 

 

Herausgeber: signum [ pr GmbH, nach Informationen der BERLIN-CHEMIE AG

Quelle:

[1] D.U.T – Digitalisierungs- und Technologiereport Diabetes 2019, hrsg. v. Bernhard Kulzer und Lutz Heinemann, 1. Auflage 2019. Verlag Kirchheim, Mainz 2019.

Bildnachweis®: BERLIN-CHEMIE AG, Berlin, Kirchheim-Verlag, Mainz, Schmittgall Werbeagentur, Stuttgart

Zurück