Shire verleiht 14. ADHS-Förderpreis

Musikalisches Konzentrationstraining und Intensivtherapie bei ADHS ausgezeichnet

Presiträgerinnen 14. ADHS-Förderpreis 2017
Preisträgerinnen Dr. Lysett Babocsai, Heidelberg, und Dr. Kathrin Torpus, Hamburg, mit Inna Dimant von Shire Deutschland (v. l. n. r)

Auch in diesem Jahr fördert Shire das besondere Engagement innovativer und praxisnaher Projekte für eine verbesserte ADHS-Versorgung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Mit der Verleihung des ADHS-Förderpreises zeichnet das Unternehmen diesmal das Konzentrationstraining „MusiKo mit Pepe“ und das „Intensivtherapieprogramm für Kinder mit ADHS“ aus.

Das multimodale Behandlungskonzept „MusiKo mit Pepe“ für Kinder mit ADHS oder Konzentrationsschwierigkeiten verbindet Musik, Rhythmen und Bewegung als Mittel zum Lernen. Leitfigur ist die Handpuppe „Pepe der Paradiesvogel“, dessen Schwierigkeiten denen der Kinder gleichen und der deshalb noch nicht fliegen kann. Seine Konzentration möchte Pepe verbessern, braucht dafür aber die Unterstützung der Kinder. Das aus 18 Sitzungen bestehende Programm zielt darauf ab, die verschiedenen Aufmerksamkeitsbereiche, das Sozialverhalten, die Selbstregulation und die Eigenverantwortlichkeit der Kinder fördern. Die Eltern werden in einem begleitenden Training aktiv eingebunden; darüber hinaus finden Lehrergespräche statt. „MusiKo mit Pepe“ ist bei der Hamburger Jugendhilfe etabliert und wird in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt Hamburg überwiegend an Schulen in sozialen Brennpunkten durchgeführt.

Die Jury war beeindruckt von dem vielseitigen Ansatz des von den beiden Hamburger Psychologinnen Dr. Kathrin Torpus und Dr. Jana-Mareike Hillmer entwickelten manualisierten Konzeptes. „Es berücksichtigt motivationale Ansätze und verbindet erfolgreich Elemente der Musik mit dem Training der Aufmerksamkeit. Selbstinstruktion und Selbstmanagement werden in die Form von Rhythmus übersetzt“, lobte Jurymitglied Prof. Dr. Manfred Döpfner, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters an der Universität zu Köln, bei der Preisverleihung im Rahmen der 7. Mannheimer ADHS-Tagung.

Innovativ mit modellhaftem Charakter

Auf die Kombination einer Vielzahl von psychosozialen Interventionen setzt das „Intensivtherapieprogramm für Kinder mit ADHS“ an der Universität Heidelberg. Ziel des Behandlungskonzeptes ist die Förderung von Sozialkompetenzen, Selbstregulations- und Problemlösefähigkeiten der Kinder. Um Verbesserungen in der Symptomatik und in den Funktionseinschränkungen in mehreren wichtigen Bereichen des alltäglichen Lebens gleichzeitig zu erreichen, findet die Therapie täglich über vier Wochen statt. Der Aufbau oder die Verbesserung von angemessenen Verhaltensweisen und Kompetenzen in den Bereichen Familie und Schule sowie im Umgang mit Gleichaltrigen soll den Kindern eine langfristig günstige Entwicklung ermöglichen. Intensive Elternarbeit und ein Austausch mit den Schulen sind fundamentaler Bestandteil des Programmes. Monatliche Nachsorgetermine helfen bei der Verstetigung und Aufrechterhaltung der Therapieerfolge.

Die aufwändige Gestaltung und der innovative modellhafte Charakter des von Dr. Lysett Babocsai entwickelten und zusammen mit Dr. Eva Vonderlin sowie Prof. Dr. Sabina Pauen am Zentrum für Psychologische Psychotherapie der Universität Heidelberg aufgebauten Intensivtherapieprogrammes haben die Jury überzeugt. „Das Angebot schließt eine therapeutische Lücke zwischen stationärer und ambulanter Behandlung“, ist sich Prof. Döpfner sicher. 

Weitere engagierte Projekte gesucht!

Eine Bewerbung um den nächsten mit insgesamt 10.000 Euro dotierten ADHS-Förderpreis von Shire ist ab sofort möglich. Dann werden bereits zum 15. Mal besonders engagierte und innovative Ideen für eine verbesserte Versorgung von Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen mit ADHS gewürdigt. Ein unabhängiges, interdisziplinäres Expertengremium beurteilt die Bewerbungen. Alle bereits in der Umsetzung befindlichen Projekte aus Deutschland sind aufgerufen eine Bewerbung einzureichen. Diesmal werden insbesondere Projekte mit motivationalen Ansatz oder interdisziplinärem Vernetzungscharakter gesucht. Ein besonderes Augenmerk liegt auch auf Projekten, die Jugendliche mit ADHS erfolgreich beim Übergang ins Erwachsenenalter begleiten. Auch langjähriges Engagement soll gefördert werden. Hier werden Projekte gesucht, die die sich bereits länger als zehn Jahre im Bereich ADHS engagieren und über ihre bisherigen Erfahrungen berichten möchten. Bewerben können sich darüber hinaus alle, die sich für eine bessere ADHS-Versorgung stark machen. Sämtliche Informationen sind unter www.ADHS-Foerderpreis.de verfügbar. Bewerbungsschluss ist der 31. Mai 2018.

Herausgeber: Shire Deutschland GmbH

Haben Sie Interesse an weiteren Informationen? Dann kontaktieren Sie uns bitte unter der Mail-Adresse: presse@signumpr.de.

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