Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS)

Erkrankung bringt auch Erwachsenen viele Nachteile

Erwachsene mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) haben aufgrund typischer Krankheitssymptome im beruflichen und privaten Alltag häufig mit negativen Rückmeldungen zu kämpfen.
ADHS kann auch im Erwachsenenalter eine Belastung darstellen

Erwachsene mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) haben aufgrund typischer Krankheitssymptome im beruflichen und privaten Alltag häufig mit negativen Rückmeldungen zu kämpfen. Wie sehr die Betroffenen darunter leiden, zeigen aktuelle Untersuchungen [1-3]. Nun steht erwachsenen Patienten ein neuer Wirkstoff zur Verfügung, der sich durch eine längere Wirkdauer auszeichnet und so den Leidensdruck verringern kann.

Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität sind häufige Symptome, die bei 60 Prozent der Kinder und Jugendlichen mit ADHS auch im späteren Verlauf des Lebens bestehen bleiben.[1]. In veränderter Ausprägung treten sie im Erwachsenenalter auf und äußern sich in Form von ineffizientem Arbeitsverhalten und niedriger Frustrationstoleranz [4,5]. Häufig haben erwachsene ADHS-Patienten Schwierigkeiten, Dinge zu organisieren oder sich diese zu merken und handeln mitunter planlos, was zu einer negativen öffentlichen Wahrnehmung führen kann.

Eingeschränkte Lebensqualität durch ADHS

Zahlreiche Studien zeigen die schwerwiegenden Folgen einer unbehandelten ADHS. Im Vergleich zu Nichtbetroffenen treten erhöhte Mortalität, geringerer beruflicher Erfolg sowie Arbeitslosigkeit bei Erwachsenen mit ADHS häufiger auf [6]. Viele erwachsene ADHS-Patienten haben eine niedrige gesundheitsbezogene Lebensqualität sowie zwischenmenschliche und familiäre Probleme [6]. Sie leiden häufig unter großen Selbstzweifeln denn sie erfahren oftmals mehr Kritik an ihrem Verhalten und fühlen sich häufiger diskriminiert [2]. Das mit ADHS verbundene Stigma hat außerdem negative Auswirkungen auf ihre Selbsteinschätzung und Lebensqualität und kann mit sozialer Isolation einhergehen [1,3].

Neue Therapieoption bringt Vorteile für Patienten

Im Vergleich zur Behandlung von ADHS bei Kindern und Jugendlichen ist das Spektrum der zugelassenen Therapieoptionen für erwachsene Patienten deutlich kleiner. Bisher stehen in dieser Indikation nur zwei Präparate zur Verfügung. Nun kommt eine weitere Therapieoption hinzu, die durch eine nachgewiesene Wirksamkeitsdauer von 14 Stunden eine zuverlässige Symptomkontrolle über den Tag hinweg garantiert. So lassen sich Abläufe im Berufsleben und die Interaktion mit sozialen Kontakten, wie Familie und Freunden, erleichtern. Präparate mit langer Wirkdauer, die für eine Ganztagesabdeckung nur einmal pro Tag eigenommen werden müssen, weisen darüber hinaus einen weiteren Vorteil auf: Daten von Gajria et al. zufolge sind sie mit einer besseren Adhärenz der Patienten assoziiert [7].

Herausgeber: signum [ pr GmbH, nach Informationen von der Shire Deutschland GmbH, jetzt Teil der Takeda Group.

Quellen:

[1] Franke B et al., Eur Neuropsychopharmacol 2018;28:1059-1088
[2] Stickley A et al., Eur Psychiatry 2019;56:91-96
[3] Krause J, Krause KH, ADHS im Erwachsenenalter; Schattauer Verlag, 2014
[4] Weiss MD, Weiss JR. J Clin Psychiatry 2004;65(Suppl 3):27-37
[5] American Psychiatric Association. Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, 4. Auflage, Textrevision. Washington, DC, USA; American Psychiatric Association Publishing. 2000:85-93
[6] Biederman J et al. J Clin Psychiatry 2006;67:524-540
[7] Gajria K et al., Neuropsychiatr Dis Treat 2014;10:1543-1569

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